Archive for Oktober, 2010

Das Tagebuch Deborah - Die Dhünnbrücke in Odenthal

Eintrag in Deborahs Tagebuch

Sich etwas vorzustellen ist besser als sich zu erinnern:

Ich wünschte, ich könnte viele meiner Erinnerungen ersetzen. Durch schönere Augenblicke.

Dann müsste ich mir nicht ab und zu - aber immer wieder - anschauen, wo ich damals mit knapper Not dem grünen Transporter entkommen bin.

Dieimg02568 Stellen sahen jetzt, in diesem Sommer, alle so friedlich aus.

Hier, auf der Dhünnbrücke in Odenthal, wollte mich der grüne Transporter zuerst ans Geländer drücken. Aber ich konnte rechtzeitig abhauen. Leider in die falsche Richtung.

 

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Hier, an diesem Geländer hing ich dann.

 

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Der Transporter hatte diesen Pfahl überfahren.

Er wollte mich an dem Geländer zerquetschen. Dass ich mit halbwegs heiler Haut davonkam, grenzt an ein Wunder…

 

Einblicke in Ausblicke - Das Tagebuch Deborah

Bei manchen Stellen in beiden Romanen hatte ich den Eindruck, dass Deborah Goldmann gerne noch ein wenig mehr ausgeholt hätte, um ihre Gedanken und Meinungen mitzuteilen. Der Handlung wegen hat’s leider nicht geklappt.

Deswegen darf ich jetzt mit ihrer Erlaubnis ein paar Einblicke aus ihrem Tagebuch hier wiedergeben. Sozusagen Einblicke in ihre Ausblicke.

Sie werden an dieser Stelle sporadisch erscheinen. Das Tagebuch beginnt in der Gegenwart, aber manchmal blättert Deborah auch zurück oder erinnert sich.

Ich bin mir sicher, wer dann Fragen in Form eines Kommentars zu einem Tagebucheintrag hinterlässt, wird eine Antwort von ihr bekommen.

Alle, die auf dem neuesten Stand über Deborah Goldmann und Kommissar Saupe bleiben möchten, sollten mir Ihre E-Mail-Adresse senden.

Deborah sprach sogar davon, dass sie sich einen Twitter-Account zulegen wolle.
Na, da sind wir jetzt aber gespannt…

Das Buch Deborah: Premiere-Lesung am 29. Oktober, Buchhandlung Hentschel, Burscheid

Poster DBDSie wollen wissen, wie alles begann?

Dann besuchen Sie meinen spannenden Leseabend in der Buchhandlung Hentschel in Burscheid.

Im Rahmen der Burscheider Premieren lese ich am Freitag, 29. Oktober, ab 19.30 Uhr aus meinem neuen Thriller “Das Buch Deborah”

 

 

 

 

Neu! Das Buch Deborah

Die Vorgeschichte zum Ermittlerpaar Kommissar Saupe und Deborah jetzt ab sofort erhältlich. Ein Thriller. Es geht um Leben und Tod.

Cover DBD printWie haben sich Deborah Goldmann und Kriminalhauptkommissar Dr. Saupe kennen gelernt?
Höchst überraschend natürlich. “Spannendst”, würde Saupe sagen.

Und eines wird klar: Freunde waren die beiden auf Anhieb nicht.

Der Leser erfährt so einiges über Deborah. Und natürlich auch über den alten Fuchs Saupe.

“Ihr werdet die Menschen an ihren Früchten erkennen.”

Fotos zum Nachdenken

Es gibt Fotos, die fristen ein vergessenes, digitales Dasein im Datenfriedhof auf der Festplatte des Computers. Andere Fotos haben es zur kümmerlichen Anteilnahme gebracht. Sie zittern im Familienalbum ihrer Entsorgung entgegen. Und dann gibt es Fotos, die hängen an der Wand. Da hängen sie dann. Ein Tupfer auf der Tapete, ein Flecken auf Weiß, Beachtung heischend.

Fotos teilweise inszeniert

Staatsgewalt 1 SEEDie Fotos des Fotografen Sebastian Eichhorn haben das nicht nötig. Der Betrachter schenkt ihnen mehr als einen flüchtigen Blick. Er bleibt unwillkürlich stehen. Ohne dass er’s bemerkt, knüpfen Eichhorns Fotos Bande. Der Hingucker schenkt dem Bild mehr als einen Gedanken. In seinem Kopf beginnt es zu rumoren. “Einiges ist so gewollt”, erläutert der 30-jährige freie Fotograf. Er habe manche Bilder - für alle gut sichtbar - inszeniert. Einige Themen entwickelten sich erst bei der Nachbearbeitung. Und natürlich gebe es auch Schnappschüsse. Lebte er im Vor-Computer-Zeitalter, dann würde er vermutlich viel Zeit in der Dunkelkammer verbringen.

Fotos erzählen Geschichten

Begonnen hat Eichhorn mit Konzertfotos. Sie zeigen nahezu ohne Ausnahme Saitenzupfer und Schlagzeuger, wie sie in sich versunken zu Werke gehen. Beseelt von Inspiration und der Begierde, sie nach außen zu tragen, wirken die Musiker authentisch. Im Foto scheint die Musik zu schwelgen, der Musikerschweiß beginnt zu dampfen und damit zu riechen, der Stahl der Saiten rutscht über die Zunge des Beobachters - Musik mit allen Sinnen ins Bild gepresst.Ehrenwert SEE
Ein gutes Bild ist für den Fotografen ein “Bild, aus dem der Betrachter eine Geschichte für sich herausnehmen kann”. Solche Geschichten gibt es viele, je nach Perspektive. Auch seine dokumentarischen Aufnahmen vermitteln Geschichten, und natürlich vor allen Dingen die Fotos, die Eichhorn “gesellschaftskritisch” angelegt hat. Die Abbildung mit dem Titel “Ehrenwert” zum Beispiel zeigt eine Frau, die wie hingeworfen auf einem Waldboden liegt. Davor - lediglich angedeutet - ein Mann mit einer Machete in der Hand. Motiv und Titel werfen Fragen auf, betont der Fotograf. Ist es ehrenwert, für die vermeintliche Familienehre ein Menschenleben zu opfern? Und ist die Frau ehrenwert,Dyse-SEE weil sie ihr Leben selbst in die Hand nimmt? Das Foto gibt darauf keine Antworten, die muss sich der Betrachter schon selber suchen. Und zwar bei allen Bildern. Das lohnt sich allemal.

Also: Hin zur Cobra Solingen und angucken. Öffnungszeiten siehe Internet. Die Fotos sind noch bis Sonntag, 28. November, zu sehen. Sebastian Eichhorn ist Student der Fotoakademie Köln und nennt sich selbst seit zwei Jahren Fotograf.
Fotos: Sebastian Eichhorn