Grausig geht’s zu in Lüttringhausen: Eine Leiche im Bandwirkerbrunnen am Rathaus. Zugerichtet wie bei einem Ritualmord - Hände abgehackt, Ohren und Zunge abgeschnitten, Augen ausgestochen.
Der Tote ist ein Italiener, die Art des Todes deutet tatsächlich hin auf einen Ritualmord in Mafia-Kreisen: Hände, die Geld angenommen haben; Ohren, die hörten, was sie nicht hören durften; Zunge, die Geheimes verriet; Augen, die Unerlaubtes sahen. Wer sind die Täter? Bleibt es bei einer Leiche in Lüttringhausen? Wird der Fall gelöst werden? Und vor allen Dingen: Kehrt danach im Bergischen wieder Ruhe ein?
Von wegen. Dieser Mord geschah im Juni; der erste Tote wurde bereits im Januar gefunden. Und das letzte Opfer wird im Dezember das Zeitliche segnen.
2010 wird also ein düsteres Jahr im Bergischen. Wenn es denn nach den 12 Erzählern der Anthologie “Mordsjahr” geht. 12 Autoren liefern 12 düstere Geschichten an 12 Orten im Bergischen Land. Für jeden Monat im Jahr eine Geschichte an einem anderen Ort. Der Krimi-Fan kann sich so von den Autoren allmonatlich in die richtige jahreszeitliche Stimmung bringen lassen.
Mit von der Autoren-Partie in der Anthologie sind Felix Lothar alias Michael Itschert, Inhaber des Gardez!-Verlages. Ferner Andreas Schmidt (”Pinguinmord”), Harry Luck (”Der Isarbulle”) und ich! Meine Geschichte “Schaltjahr” deckt den Monat Februar ab. Acht weitere Spezialisten für Krimi, Krise und Krawall entführen die Leser in die spannendsten Ecken unserer Region. “Ziehen Sie die Decke ein bisschen höher”, sagt Itschert, “machen Sie es sich gemütlich und tauchen Sie ein in das ‚Mordsjahr’!”.