Archive for September, 2008

Ehringhausen swingt wieder

Die Swing-Fans können’s kaum erwarten: Die 12. Veranstaltung der Konzertreihe “Swinging Ehringhausen” findet am Freitag, 17. Oktober, im BAB Hotel Remscheid statt.
VEngelbert Wrobeleranstalter Peter Bornemann hat “Engelbert Wrobel’s Swing 4″ verpflichtet. Das verspricht wieder einmal “Swing at its best”. Engelbert Wrobel (cl/sax) wird begleitet von Rolf Marx (g), Henning Gailing (b) und von Dan Barrett (tb/co) aus den USA. Dan Barrett hat mit allen Größen des Jazz gespielt und war Mitglied des letzten Benny Goodman Orchesters.
Das Konzert in Remscheid ist die einzige Veranstaltung der Band in Deutschland auf ihrer im Oktober beginnenden Tournee. Hier gibt’s einen Live-Auftritt von Engelbert Wrobel’s Swing Society zu sehen. Sie spielen “Lady Be Good” im Remscheider Schützenhaus: www.youtube.com/watch?v=4-6FcBHXRr8
Peter Bornemann hat es immer wieder geschafft, Top-Jazzmusiker internationaler Reputation nach Remscheid zu holen. Die Liste liest sich wie das “who’s who” der deutschen sowie europäischen Jazzszene: Engelbert Wrobel, Bernd Lhotzky, Frank Roberscheuten, Olaf Polziehn, Antti Sarpila, Rossano Sportiello, Chris Hopkins, Martin Breinschmid. Begleitet wurden sie von vielen US Stars, darunter Shaunette Hildabrand, Duke Heitger, Dan Barrett und Scott Hamilton.
Diese regelmäßige Präsentation von Top-Jazzmusikern internationaler Reputation ist in Remscheid einzigartig.
Das Konzert beginnt um 19.30 Uhr. Karten zu € 19,00 sind erhältlich im BAB Hotel und beim Veranstalter Peter Bornemann, Tel. 02191-349833 - E-Mail pbornemann@freenet.de. Foto: Engelbert Wrobel.

Party-Musik auf hohem Niveau

Hier mein Artikel über Oliver Hanfs neues Projekt “Blue Eyed Soul”, erschienen am Freitag, 12. September, ohne mein Foto in der Bergischen Morgenpost - Lokalausgabe Remscheid.

Den Remscheider Musikfans sollte Oliver Hanf bestens bekannt sein. Der Sänger und Gitarrist sorgt bei den Soulshake Parties der Jim Rockford Band für den 6-saitigen, groovigen Soul und Funk. Jetzt feierte er in der Klosterkirche den Premierenauftritt seiner eigenen Band “Blue Eyed Soul”. Wie nicht anders zu erwarten, blieb Oliver Hanf seiner Linie treu: Soul mit einem kräftigen Schuss Pop und einer fein dosierten Prise Funk. Ab und zu schob sich auch ein wenig Blues dazwischen, und rockige Elemente sorgten dafür, die Freunde der harten Töne nicht zu vergraulen. Also für jeden etwas dabei: Party-Musik auf sehr hohem Niveau für ein breit gefächertes Publikum. Dabei erinnerte Hanfs Stimme stellenweise stark an den frühen gospeligen Soul der 60er. Mehr erdig, denn schmusig. Das passt zu seiner Musik wie ein Hauch Chili zur Pasta.
Blue Eyed SoulMit seiner Gitarre macht Hanf, was er will. Mal schubst er die Töne als „single notes“ stakkatomäßig von den Saiten, anschließend folgen messerscharfe Funk-Riffs, und dann tritt er auf den Verzerrer und lässt seine Stratocaster mittels „Jammerhaken“ von tief unten nach ganz oben aufjaulen. Sehr schön. Er kann es sich leisten. Seine Mitmusiker haben alle das Format, ihm die geeignete Unterstützung zu bieten: Jens Golücke (Schlagzeug), Günter Asbeck (Bass), Stefan Vogt (Keyboards), Ralf Reichen(Gitarre) und Sängerin Tesiree Kaitesi mit ihrer Schwester Sonia.
Nach der Pause enterte noch “stückweise” der Saxophonist Maxim Begun die Bühne. Er brachte mit seinen Soli eine gehörige Portion Jazz ins Spiel. Als Glücksgriff erwiesen sich zweifelsohne die beiden Sängerinnen. Tesiree - voluminös unterstützt von Sonia - kann sowohl ins Mikrofon hauchen als auch hämmern. Sie hat den nötigen Druck auf den Stimmbändern, um nicht nur mit den Instrumenten „mitzuspielen“, sondern sich auch vor ihnen gekonnt in Szene zu setzen. Dem Publikum - bei der Klasse der Musik hätten es ruhig ein paar mehr Leute sein können - wurde also allerhand geboten. Trotzdem sprang der Zappel-Funke von Bühne zum Saal nur zögernd rüber. Wieso? „Das ist der erste Auftritt einer neuen Band“, sagte Oliver Hanf, „daran müssen sich die Leute eben noch gewöhnen.“ Außerdem seien fast alle Stücke Eigenkompositionen. „Die kennen die Zuhörer noch nicht; sie müssen sich erst einhören.“ Dem aufmerksamen Beobachter entging nicht, dass, je mehr Funkiges das Ohr erreichte, desto stärker der ganze Körper in Bewegung kam. Vor allem, wenn Snare und Bass nicht gleichzeitig erklangen - ein typisches Funk-Merkmal - zuckten automatisch Beine, Hüften und Hände. So kam die Soul-Pop-Funk-Welle doch noch ins Rollen.

Open RS - Ruhe vor Rock

Hier meine Momentaufnahme vom Open RS - Festival im Remscheider Stadtpark. Sie erschien, leicht gekürzt und ohne mein Foto am Montag, 22. September, in der Bergischen Morgenpost.

“Sind wir hier auf dem Friedhof oder was?”, rief Mike, Sänger der Band “D-Fens” aus Warendorf, in bester Spiellaune nach den ersten zwei Stücken der Band ins Publikum. Publikum? In den Sitzreihen vor dem (noch) leeren Platz vor der Bühne der Konzertmuschel prosteten sich die Leute mit mitgebrachten Bierflaschen zu, trafen neue und alte Freunde, hielten ein Schwätzchen, genossen die lauten Töne aus Richtung Konzertmuschel als Hintergrundmusik und überließen ansonsten die Band auf der Bühne sich selbst. Zunächst war höchstens Selbstinszenierung angesagt. Einige der jungen Herren hatten mit ihrer Punkfrisur vermutlich die Nacht im Sitzen verbracht. Aber alles war nett anzusehen, die Sonne lachte, erleuchtete das Grün des frisch gemähten Rasens im Stadtpark zu strahlendem Leben, ließ das Bier goldgelb funkeln und Schnallen und Ketten an der Kleidung der Rock-Jünger aufblitzen. Der Mann am Bratwurst-Stand wendete seine Würste - irgendwie schmecken sie bei solcher Atmosphäre immer besonders gut - in Erwartung eines späteren Andrangs. Noch tat sich nichts vor der Bühne. Tatsächlich ein Bewegungs-Friedhof? “Jeder, der sich vor der Bühne halbwegs bewegt, bekommt eine CD”, legte Mike nach. Und - wer hätte das gedacht - es kam Leben in die Szene. Wie auf ein geheimes Zeichen hin stürmten plötzlich die gerade noch sittsam sitzenden Punks vor die Bühne und begannen sich zu “bewegen”, blaue Flecke inklusive.
Rocking RockersWährend davor bei den Remscheider Rockern “Strongholde” noch die in einer Reihe aufgestellte Heavy-Metal-Fraktion der urigen Gestalten ihr wildes Haupthaar im Takt von Bass und Schlagzeug auf- und niederschüttelte, fühlten sich jetzt also die Punker berufen. Wobei “D-Fens” sich nicht brachialen Drei-Akkord-Nummern verschrieben hat, sondern einen gepflegten “Metalcore” ablieferte, der sich nicht schämte, mit ein paar melodiösen Riffs verziert zu werden. Wunderbar gemacht. Allerdings pflegte Sänger Mike den behutsam vor sich hin Träumenden mit seinem “Shouting” schnell wieder auf den düster-metallenen Boden beinharten Metals aufschlagen zu lassen. Beim zeitgleich im Wermelskirchener Bahndamm stattfindenden Death-Fest wäre diese Stimme auch gut aufgehoben gewesen. Mikes Kommentar angesichts der Meute vor der Bühne: “Auf die Punks kannst du dich verlassen.” Sie blieben vor der Bühne, auch als “Nada” aus Wermelskirchen ihre Akkorde drosch. Na also, geht doch. “Open RS” rockte. Da konnten sich alle getrost noch auf die späteren Kracher wie “Gasoline” und “1000 Robota” freuen. Bleibt nur zu hoffen, dass angesichts der finanziellen Schieflage des Festivals auch im nächsten Jahr die Bands rocken. Dafür lag eine Unterschriftenliste aus.

Bergische Berufswelt - berufen zur Innovation

Artikel Berufswelt Seite 1

Hohe Wirtschaftskraft, überdurchschnittliche Exportorientierung und Innovationsgeist bestimmen die wirtschaftliche Lage im Bergischen Städtedreieck. Davon profitieren auch kreative und innovative Mitarbeiter.
Wenn er denn bereit ist, lebenslang zu lernen.

Mehr darüber in meinem Artikel im Magazin “Bergische Wirtschaft” 09/2008 der IHK Wuppertal-Solingen-Remscheid (PDF; 452 KB): Gute Ideen sind des Rätsels Lösung