Annes Daumenballen drückten ihre Lider samt Augäpfel in die Augenhöhlen. Es ist ein furchtbarer Albtraum, dachte sie. Und ich werde nicht wach! Ich schwimme und rudere, und es zieht mich dennoch immer tiefer nach unten.
Sie nahm die Hände aus dem Gesicht. Die Finger glänzten feucht.
Archive for Juli, 2008
Erik beugte sich zu Mayuko und hielt ihr das Glas an die Lippen. “Lass’ das!”, sagte der zweite Ordner. “Wir haben keine Zeit.” Er stand in der Hüttenöffnung, hinter sich die Trage. Erik ließ sich nicht stören. Er sah, wie Mayuko gierig versuchte zu trinken, aber ihre geschwollene Zunge versperrte dem Wasser den Weg.
Was ist das?, dachte Jan. Ein Kratzen wie Füße im Todeskampf, ein Scharren wie zerschundende Hände, die vergeblich nach Halt suchen; das Schrammen von Kopfhaut über rissigen Beton. Es klang nicht gefährlich; Jan spürte keine Bedrohung, eher erschien es ihm wie ein weit entfernter Hilferuf. In CHoIR hört niemand deinen Schrei, dachte er. Wie im Weltraum.
Die Leichtigkeit des Seins und die Schwere der Liebe
Die Stimme des Damnwell-Sängers Alex Dezen schwebt mit der Leichtigkeit des Seins und der Schwere der Liebe über seinen Liedern, seine Kompositionen scheinen einem magischen Zauber entsprungen…
Wie ich mich beim Anhören dieses Albums gefühlt habe, ist hier nachzulesen: The Damnwells - Air Stereo
Album Design: Steven Jurgensmeyer, Sarah Lainie Smith
“Wie? … Wer? … Ist es?” Anne sah Scott mit großen Augen an. Er war in die Hocke gegangen, um ihr aufzuhelfen. Anne fasste sich mit einer Hand an die Stirn. Hatte sie Fieber?
Jan fror. Er verkroch sich tiefer in die Bettdecke, schlang die Arme um seinen Oberkörper und zog die Beine an. Aus Gewohnheit strichen die Finger seiner rechten Hand beruhigend über seinen linken Oberarm und suchten ein Muttermal. Die Finger strichen ins Leere. Die Haut fühlte sich an wie die Haut eines Säuglings - glatt und weich und makellos.