Archive for the 'Musik' Category

Das Lächeln der Lux auf ungewissem Spielfeld

LUX feat. Reentko CD “Playground”

Auf dem Cover ihres neuesten Albums “Playground” hockt Christina Lux im grünen Gras, schaut sinnend in die Ferne und lächelt. Am Himmel schimmert Blaues durch Wolkenschleier. Eine nette Spielwiese (”playground”) hat sie sich da ausgesucht, mitten in der Natur - zum Hinlegen und Dösen allerdings weniger geeignet: Die Halme werden in der Nase kitzeln, vielleicht verbirgt das Grüne einen Kuhfladen, es könnte Regen geben. Nicht jede Spielwiese bietet pure Freude, nicht jeder Sandkasten ist frei von Hundekot. Aber genau so ist das Leben, und Christina Lux lächelt, weil sie es kennt: “Immer dann, wenn Dinge oder Menschen sich verabschieden, haben wir die Chance, unser Leben neu zu sehen und unseren Spielplatz zu entdecken. Immer wieder neu. Das braucht manchmal Mut, aber am Ende ist es etwas Großartiges”, sagt sie. Diese (Lebens-)Erfahrungen brauchen nicht nur Mut - sie machen auch Mut. Weil wir daran wachsen können.
Presse Playground Cover

Ihre Erkenntnisse hat Lux auf ihrem “Spielfeld” - ihrem siebenten Album - versammelt. Und herausgekommen ist auch musisch etwas Großartiges. Die wahre Größe zeigt sich meistens ohne großes Geschrei und ohne viel Radau. Authentizität will wahrgenommen werden. Intensität wirkt dichter, je weniger drum herum passiert. Folgerichtig ist es ein sanftes Album geworden. Es hätte sogar noch weniger Studio-Finesse gut vertragen. Gitarrist und Perkussionist Reentko ist auch nicht auf umfangreiche Technik angewiesen. Ich stelle mir vor, das Album klänge so minimalistisch wie Bruce Springsteens “Nebraska”. Zubehör: mitten auf dem “Playground” nichts als Gras und Gitarre. Das würde des Zuhörers Aufmerksamkeit anziehen wie ein lang ersehnter Liebesbrief. So machen sich freilich manche Stücke - im Reigen nacheinander gehört - hinter den eigenen schläfrigen Wimpernvorhang aus dem Staube. Na ja, immerhin versüßt das Lächeln der Lux die Träume. In den Texten steckt viel Poesie - jede Menge Nachdenken und noch mehr Gefühl. Und sogar deutsche Texte! Die treffen live vermutlich direkt, die englischen Sätze werden es ein wenig schwerer haben. “Die Ungewissheit bleibt, so wird es immer sein”, singt Christina Lux in “Es ist gut so”.

Wie sie beim Publikum ankommen wird, das wird sich zeigen:
Samstag, 4. Februar, 20 Uhr in der Kattwinkelschen Fabrik in Wermelskirchen.

LUX feat. Reentko CD “Playground”
© 2012 Prudence
Songliste: 1. Forget you 3:36 | 2. Playground 2:44 | 3. Es ist gut so 3:15 | 4. May I ask you 3:08 | 5. Close to the tide 4:16 | 6. Paper Airplane 3:49 |
7. Embrace 3:38 | 8. Sanctuary 4:18 | 9. War torn 3:19 | 10. Vergehen 2:32 | 11. Defenses 3:35 | 12. Head held high 3:44 | 13. Longing 3:59 |
14. Mothersong 3:04
Spieldauer: 50 Minuten
Gastmusiker Mohi Buschendorf (Bass), Stephan Braun (Cello) und Stephan Emig (Drums)
www.christinalux.de www.reentko.com
Cover-Foto: Thorsten Wingenfelder

Rätselhafte Reise ins Turtleland

Phishbacher - Journey to Turtleland

Rätsel sind angesagt bei diesem Album “Journey to Turtleland” von Phishbacher. Um den Namen der Band zu verstehen, muss er gehört werden. Dann klingt’s wie “Fischbacher” - und genau so heißt er auch, der Jazz-Pianist und Bandgründer Walter Fischbacher. Geboren in Österreich, lebt er nach seinem abgeschlossenen Studium - Klassisches Piano, Komposition und Jazz-Piano - seit 1994 in New York. Dort hat er in der Szene einen klangvollen Namen. Bei uns gibt’s noch Entwicklungsmöglichkeiten.
Cover Journey to Turtleland
Ein Österreicher, der mit dem Keyboard im Jazz Furore macht - das hatten wir doch schon mal. Richtig: Joe Zawinul, Tastenmann bei Weather Report und Komponist solcher Dauerbrenner wie “Mercy, Mercy, Mercy” und “Birdland”. Sehr oft stellt sich der weltweite Erfolg ein, kommt der Künstler mit seinem Werk um die richtige Ecke. Diese Ecke scheint Walter Fischbacher noch zu suchen. An der technischen musikalischen Finesse seines neuesten Albums “Journey to Turtleland” wird es wohl nicht liegen. Dafür ist es einfach zu gut gemacht.

Zusammen mit Goran Vujic (bass) und Ulf Stricker (drums) liefert Fischbacher mit europäischer Gründlichkeit ein Fusion-Album ab, das Herz und Sinn gleichermaßen entzückt. Auf Track Drei, “Media Luna”, verstärken Pete McCann (guit) und Max Klaas (perc) die atmosphärische Dichte, im neunten Stück, “Froggy Style”, ist der Gitarrist Axel Fischbacher - die beiden Fischbachers sind nicht miteinander verwandt - zu hören. Alles in allem leben alle elf Stücke vom dynamisch-treibenden Spiel der tiefen Töne - Bass und Keyboard in gleichem Maße. Vom Bassisten Goran Vujic stammt auch sinnigerweise das Stück “Bass Killer”, die anderen hat Walter Fischbacher geschrieben. Sein Keyboard-Spiel hat von jedem etwas, ohne im Einerlei zu versinken. Wunderschöne, beinahe lyrische Sequenzen wechseln sich zum abgezirkelten Zeitpunkt mit filigran-virtuosem Gedudel ab - die Band geht mit, und heraus kommt Musik zum Zuhören, zum Mitgehen, zum intellektuellen, verständnisreichen Kopfnicken, zum biegsamen Lächeln. Dabei gibt der Bass weitreichend den Rhythmus an, Drummer Stricker liefert dazu die notwendigen und markanten Akzente.

Zu allem mundet der samtige Rotwein genau so wie das herbe, allerdings gepflegte Pils. Wie bei den Getränken, schmeckt auch dieses Album am besten, wird es mit Aufmerksamkeit genossen. Sonst kann es zum Mysterium werden.
Schwieriger als die Bedeutung des Bandnamens gestaltet sich die Lösung des Rätsels, das im kryptischen Titel “Reise ins Schildkrötenland” (deutsch) verborgen ist. “Turtleland” ist doch hoffentlich nicht eine mickrige Insel im “Birdland”? Noch schleierhafter ist das Cover: Irgendwer beamt ein Mädel in die Lüfte, und der Hund, dieser Köter, schaut einfach nur zu.
Hoffen wir, dass diese Rätsel zu einem guten Omen führen - dann findet sich ja vielleicht noch die richtige Ecke für ganz großes Glanz und Gloria.

Phishbacher - Journey to Turtleland

Walter Fischbacher (keys) - Goran Vujic (bass) - Ulf Stricker (drums)
feat: Pete McCann, guit (track 3) - Max Klaas, perc (track 3) - Axel Fischbacher, guit (track 9)
Titel:
1. Kyrillian Predator 2:45 - 2. Single B 6:03 - 3. Media Luna 5:59 - 4. Turtleland 6:55 - 5. Lulu’s Revenge 8:48 - 6. Almost Number One 6:08 - 7. Undo This! 7:50 - 8. Bass Killer 8:29 - 9. Froggy Style 5:21 - 10. Timeless 7:24 - 11. EZ Breezie 8:37

www.walterfischbacher.com - www.popup-records.de - www.in-akustik.de

Bergisches Gitarrenfestival 2012 - von Bach bis BeatBox

Das Bergische Gitarrenfestival in der Akademie Remscheid verbindet musikalische Welten. Klassik, Neue Musik, Pop und Rock sowie Jazz bauen Brücken zueinander bei Musikern und Zuhörern.

Rund 30 Gitarren erklangen zum Abschluss des Bergischen Gitarrenfestivals. Da zupfte die ganz junge Gitarristin neben dem alten Dozentenhasen und der klassische Saitenzupfer zusammen mit dem rockigen Saitenquäler die Ensemble-Version eines amerikanischen Traditionals. Vorne dirigierte der musikalische Leiter des Festivals, PICT6433-kleinProfessor Dieter Kreidler. Er hatte wie immer alles im lockeren Griff und lieferte mit seinem Ensemble traditionell DEN emotionalen Höhepunkt dieser Seminarwoche.

Kreative Atmosphäre

Musik verbindet. Diese Sprache versteht jeder. Sie bildet das Fundament der äußerst kreativen Atmosphäre, die zwischen Teilnehmer und (Gast-)Dozenten herrscht. Berührungsangst? Nicht vorhanden. Der progressive Jazzer widmet sich dem blutigen Anfänger mit der gleichen Intensität wie der Musikprofessor seinem Meisterschüler. Nur so sind die Höchstleistungen zu erklären, wie sie während der einzelnen Konzerte geboten wurden. Bereits die Talentshow mit sechs jungen Preisträgern renommierter Wettbewerbe zeigte sowohl im Klassik- als auch im Jazz- und Rock-Bereich bemerkenswert und über alle Maßen vielversprechend, was wir in Zukunft vom Gitarrenspiel erwarten können.

Sensationelle Guitar Night

Keine Frage, dass die Dozenten in der Guitar Night “Sensationelles” (Professor Alfred Eickholt) lieferten. Professor Gerhard Reichenbach, das Remscheider Ensemble Saitenwind, der Konzertgitarrist Goran Krivokapic sowie das Duo Sabine Kühlich (Gesang, Saxofon) und “Mr.Groove” Adam Rafferty (Gitarre) boten für Sinn und Seele gleichermaßen grandiose kreative und virtuose Kost. Bach wurde bei Reichenbach zur sinnlichen Erfahrung, Saitenwind lieferte anschließend die coolen intellektuellen Schauer, Krivokapic entfachte mit Werthmüllers “Variationen” heimliche Atemlosigkeit, und Kühlich und Rafferty rissen die Leute mit Jazz-Gesang, Saxofon und One-Man-Band-Show inklusive BeatBoxen buchstäblich von den Stühlen.

Im nächsten Jahr sind wir wieder mit dabei.

Grandioser Gitarren-Jazz mit Ali Claudi

Weiberfastnacht hin, Weiberfastnacht her - für die Jazzfreunde war die Jazz Session im Bistro Katt am 3. März eindeutig die bessere Wahl. Kein geringerer als Ali Claudi (68), einer der nachhaltigsten Gitarristen in der deutschen Jazzszene, spielte zur Freude aller Besucher erfrischenden und doch zeitlosen, virtuosen und gefühlvollen Jazz auf seiner fetten Archtop-Gitarre.

Ali und die Gitarre

Ali Claudi-Klein

Ein echtes Sahnestück, wie er mir nach dem Konzert erzählte. Kein Wunder, hat sich Ali Claudi auch als “Tuner” der dickbauchigen Archtop-Gitarre einen Namen gemacht. Mit nur einem Tonabnehmer und lediglich mit Lautstärkeregler ausgestattet, wurde die Gitarre wie Wachs in seinen Händen. Das Gefühl, als wolle sie ihrem Meister beinahe devot zu Willen zu sein, ließ Licks und Läufe, Harmonien und Rhythmik zu einem Ganzen verschmelzen - ein sinnliches Erlebnis. Zusammen mit dem fantastischen Hans-Günther Adam (Hammond Keyboards nebst Pedalbass) und dem in der Umgebung bestens bekannten Schlagzeuger Michael Krautstein - immer ein guter Tipp für jede (Jazz-)Session - lieferte Ali Claudi ein grandioses Jazz-Trio-Konzert ab, das noch lange in der Erinnerung der Wermelskirchener Jazzfreunde bleiben wird. (Foto: Günther Krol)

Musik zum Anfassen

“Die Atmosphäre hier im Katt Bistro ist fantastisch und inspirierend”, sagte Ali. Das war zu hören. Er erreichte mit seinem Spiel und seiner Stimme auch die Ohren fernab jeglichen Jazz-Elitebewusstseins. Die Interpretation solcher Dauerbrenner wie “Georgia on My Mind” (Hoagy Carmichael) und - natürlich - “Take the A-Train” (Billy Strayhorn) zeigten, wie er es schaffte, alle Besucher zu begeistern. “Ich spiele für die Zuhörer, nicht für die Musiker”, erklärte er sein durchgängiges musikalisches Konzept. Und wahrlich: Keine ins Harmoniegerüst hineingepressten Fingerbrech-Akkorde blockierten schräg-künstlerisch wie ein einbetonierter Gartenzaun den Weg der Melodien, sondern hier und da glitt ihm ein “normaler” Septimenakkord vom Griffbrett, der jedem Gitarrenschüler nach den ersten Gehversuchen auch gelingt. Musik zum Anfassen, wie geschaffen fürs Bistro Katt.

Blues-Wurzeln

Claudis musikalische Wurzeln gründen im Blues. Das war zu hören. Die Band begann mit einem Blues, und ein Blues beendete auch ihr Konzert. Der Gitarrist kennt sich nach eigenen Worten in allen Stilrichtungen des Jazz aus und ist im Laufe seiner über 5000 Konzerte mit vielen internationalen Jazzgrößen aufgetreten. Und jetzt hat er also auch in Wermelskirchen gespielt. Da ist Jazzsession-Organisator Michael Regenbrecht ein ganz großer Wurf gelungen.

Weitere Termine

27.3. Mühlheim Kloster Saarn 19.30 Uhr
7.4. Rheydt Vitrine Schmölder Park 19.30 Uhr
23.4. Düsseldorf, Aachener Platz - Trödel 11.30 Uhr
24.4. Hamm, Louis Bar Oststr 14 12.00 Uhr

Nothing but the Blues

Der folgende Text erschien - ein wenig gekürzt, mit anderem Titel und mit einem anderen Bild - in der Remscheider Bergischen Morgenpost.

“Das ist das erste Mal, dass ich gehörte habe, dass eine Truppe Henrik Freischlader gecovert hat - geil!” Dieser Ausruf des Entzückens kam niemand anderem über die Lippen als Michael Dierks, Wermelskirchener Blues-Papst und Initiator der monatlichen Blues-Session im “Bistro Katt”. Seine Bewunderung galt dem Remscheider Power Blues-Trio “Bootless”. Gitarrero Dietmar Weber (45), Drummer Kai Landau (42) und Bassist Thomas Wischt (49) hatten sich mit vier Stücken - darunter “The Blues” von der bergischen Blues-Koryphäe Henrik Freischlader - für den Opener bei einer der nächsten Blues-Sessions beworben.
Das Publikum reagierte begeistert. Nicht zu unrecht: Die drei Remscheider sind Musiker durch und durch. Sie drückten ihren Stempel auf den Sound von Bands wie Hapu & Friends, seeyou, Jokebox, Reunion sowie Heart Beat und Drop Out. Und jetzt hat sie seit Anfang des Jahres die Wurzel aller Rockmusik - der Blues - unter seine Fittiche genommen. Und es scheint so, als hätten die Drei nur darauf gewartet. Ihr Sound dringt aus den Boxen mit energischem Druck, kompromisslos und mit viel Gewicht und Gefühl. Gespür fürs Erdige und Echte ist auch dabei. Und egal, welches Stück sie spielen - ob Cover oder Eigenkomposition - sie bleiben authentisch bis in die Obertöne. Die “Blue-Notes” dringen durch in tiefere Körperregionen, und so manche Haarspitze richtet sich auf: Gänsehaut-Feeling pur. Logisch, dass sie bekanntere Stücke, darunter “Cocaine” (Clapton), “Sharp Dressed Man” (ZZ Top) und “Mary Had A Little Lamb” (Stevie Ray Vaughn), so zurechtbiegen, als seien sie aus ihrer Feder geflossen. Aber auch jazzigem Robben Ford (”Nasty Habits”) oder gängigen Rock-Nummern wie “Sweet Home Alabama” (Lynyrd Skynyrd) zollen sie wenig Respekt: Wo live “Bootless” draufsteht, ist auch “Bootless” drin.IMG01564

“Wir spielen ehrlich und direkt”, sagt Dietmar, “aber halten uns nicht an alten Zöpfen fest.” Ihre Musik sei “Modern Blues”, betont die Band, wenn sie sich auch nicht in eine starre Schublade pressen lassen will. Blues habe viele Facetten. Der Blues gibt ihnen den Freiraum, stets in Bewegung zu sein, ohne dass der Gesamtsound darunter leidet. Thomas zögert nicht, den “Slap-Daumen”einzusetzen, um seinen 5-Saiter zur rechten Geltung zu verhelfen.
In Dietmars Solos hält sich so mancher Fusion-Lick versteckt, und Kais Drive ist vom standard Blues-Shuffle soweit entfernt wie ein Triangel von einer Bass-Drum. “Bootless” wird spätestens im Frühling 2010 im Katt Bistro zu hören sein. Wer’s bis dahin nicht erwarten kann: Am Samstag, 3. Oktober, lässt es das Trio im POM bei freiem Eintritt ordentlich krachen: Umsonst und unüberhörbar.
Foto per Handy im Proberaum (Sorry für die schlechte Qualität!)
Kontakt: www.bootless-blues.de

Frank Zappa’s Jukebox - The Songs That inspired The Man

Musik durch die Hintertür

Zappa's JukeboxWas beeinflusst einen kreativen Musiker? Alles! In besonderem Maße vielleicht je nach Biografie die Mutter, die Partnerin, die Schwiegermutter, die Oma, die Freundin(nen) und Freunde, die Schule. Und - nicht zu vergessen - die konsumierte Musik. Und zwar jeder Ton, jede Sequenz, jeder Rhythmus, wenn nicht sogar jedes Geräusch, das seinen Weg durch die Hintertür des Unbewussten in das Gedächtnis-Netz der grauen Zellen gefunden hat.

Unter diesem Aspekt ist das Album „Frank Zappa’s Jukebox“ mit dem Untertitel „The Songs That inspired The Man“ ein verwegenes Unternehmen. Es enthält 26 Original-Stücke, die Zappa inspiriert haben sollen. So behauptet es der Musikhistoriker Derek Barker im beiliegenden Booklet. Nur 26 Werke, in 30 Jahren und auf 57 Alben? Natürlich nicht, jeder halbwegs erfahrene Oldie-Gitarrist kennt mehr Melodien, die ihre Spuren in ihm hinterlassen haben. Die Auswahl Barkers kann nur subjektiv sein. Aber das stört nicht, es ist eine gute Auswahl. Nicht willkürlich aus der Luft gegriffen, sondern alles schön mit kleinen Geschichten authentisch erklärt und erzählt. Ein paar sehr bekannte Namen dürfen natürlich nicht fehlen. Aber wen haben Richard Berry („Louie Louie“), Muddy Waters, Johnny “Guitar” Watson und Little Richard eigentlich nicht beeinflusst?

Derek Barker lässt Zappa selbst zu Wort kommen. Er zitiert aus vielen Interviews, die dieser Ausnahmekünstler gegeben hat. Zum Beispiel spielte Zappa 1982 als DJ-Gast zwei Stücke im BBC Radio: Howlin’ Wolf‘ „Asked For Water“ und The Channels „The Closer You Are“. Ein Blues und ein typischer „Doo-Wop“-Song. Warum diese Stücke Zappa gefielen, ist nur zu vermuten. Warum fährt man ab auf schmalzige Beatles-Songs, aber nicht auf „Ein Bett im Kornfeld“? Vielleicht liegt’s ja doch an der Schwiegermutter. Jedenfalls erscheint, so steht’s im Booklet, „The Closer You Are“ in einer Cover-Version auf Zappas „Them Or Us“ und später noch in einer Live-Version auf „You Can’t Do That On Stage Anymore. Vol. 4”. Interessant und spannend. Es macht Spaß, die alten Sachen zu hören und gleichzeitig zu lesen, warum gerade sie auf diesem Album erscheinen.

Unter den Vinyl-Schätzchen der CD - so klingen sie jedenfalls - findet sich auch Musik von Edgar Varese, Anton Webern und Igor Strawinski. Wen wundert’s, „ernste“ Musik schafft sich überall Eingang, sogar bei solchen Gitarreros wie Yngwie Malmsteen oder Steve Vai. Da wäre es schon ein Mysterium, würde Frank Zappa eine Ausnahme machen. Dazu passt der Jazzer Eric Allan Dolphy wie die Kirsche auf die Schwarzwälder-Torte.

Bleibt zu hoffen, dass jeder beim Hören dieses Albums auf den Geschmack kommt und nicht nur Musiker und Hard-Core-Zappa-Fans. Dem eigenen Horizont kann’s nur gut tun. Und das ist immer zu empfehlen.

Diese Rezension erschien auch auf Frank Beckers Musenblättern unter Die Kirsche auf der Schwarzwälder Torte

Frank Zappa’s Jukebox

Label: Chrome Dreams

Titel:
1. The Robins Riot In Cell Block No. 9 3:02
2. Richard Berry Louie Louie 2:11
3. Hank Ballard and the Midnighters Work With Me Annie 2:45
4. Edgard Varèse Ionisation 5:35
5. Lightnin’ Slim My Starter Won’t Work 2:51
6. Clarence “Gatemouth” Brown Okie Dokie Stomp 2:31
7. Don & Dewey Leavin’ It All Up To You 2:15
8. Howlin’ Wolf Asked For Water (She Gave Me Gasoline) 2:51
9. The Channels The Closer You Are 3:04
10. The Clovers Your Cash Ain’t Nothing But Trash 2:56
11. Muddy Waters Louisiana Blues 2:54
12. Cecil Taylor Song 5:21
13. Andre Williams Bacon Fat 3:6
14. The Chips Rubber Biscuit 2:07
15. Anton Webern Bagatelle (opus 9) 1:32
16. Anton Webern Symphony (opus 21) 2:32
17. Four Deuces W-P-L-J 2:46
18. The Turbans No No Cherry 2:35
19. Eric Dolphy Out There 6:56
20. Guitar Slim The Story Of My Life 3:01
21. Johnny “Guitar” Watson Three Hours Past Midnight 3:23
22. Little Richard Directly From My Heart 2:55
23. The Cadets Stranded In The Jungle 3:05
24. Igor Stravinsky Rite Of Spring 1:35
25. Igor Stravinsky Rite Of Spring 1:14
26. Tony Allen Nite Owl 2:45

Gesamtlänge circa 78 Minuten.

Alle Rechte bei Chrome Dreams.

www.chromedreams.co.uk

Ulli Bögershausen - Crimson

Der Charme des Stahls

Crimson CDIch hasse Konzept-Alben. Das Konzept-Korsett lässt nur zu oft Kunst zu Krampf verkommen. Ulli Bögershausens letzte CD „Crimson“ - soeben hat er die DVD „My Choice“ veröffentlicht - beginnt mit „Overture“ und endet mit „Outro“. Dazwischen ein „Konzept“?

Mir ahnte beim Aufklappen der CD nichts Gutes, zumal Bögershausen zum ersten Stück schreibt: „An album is more than a collection of songs. It needs a conclusive concept, a beginning and an end.“ An Anfang und Ende hat er sich gehalten. “Outro” ergänzt “Overture” wie der rechte Schuh den linken. Kurzes Stück, der gleiche Anschlag, eine ähnlich schöne Melodie, dieselbe ruhige Atmosphäre, derselbe magische Zauber wundersam verwobener Stahlsaiten. Die anderen 10 Songs dazu in eine Konzept-Beziehung zu setzen, gelingt nur mit waghalsigen, da konstruierten Hirnwindungsverrenkungen. Also lassen wir es lieber. Hier hat „Konzept“ Gott sei Dank nichts mit „Korsett“ zu tun. Wenn es auf „Crimson“ (Purpur-Rot) neben Anfangs- und Endstück (wie beim Christstollen: Welches schmeckt besser?) überhaupt so etwas wie ein Konzept gibt, dann ist es die kontemplative, in sich gekehrte Stimmung, die Ulli Bögershausen über die Stücke ausbreitet wie ein Albatros die Schwingen über seine Jungen im Nest.

Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass, so, wie der Gitarrist hier seine Akzente setzt, ihm die Lieder ans Herz gewachsen sind. Das gilt ebenso für alle Cover-Stücke, besonders aber für „Manha do Carnaval“ und „Hit the Road Jack“. Schlicht, einfach und damit wunderbar. Bögershausen beherrscht die Kunst, aus simplen, ohrgängigen Tonfolgen Unerhörtes herauszuholen. Seine Spielweise verführt den neugierigen Hörer zu Entdeckungsreisen fernab ausgetretener Pfade. Er setzt seine Finger auch bei schnellen, dazwischen geschobenen Läufen zielsicher und akkurat auf die Saiten und gibt mit der rechten Hand den Tönen den richtigen Dreh, sich zitternd davonzumachen wie Seifenblasen in der Frühlingsluft. Prägnant wie frühmorgendliche Sonnenstrahlen erstrahlen sie in neuem Licht und lassen vergessen, dass hier Fleisch und Blut am Werke sind.

Bögershausen nimmt sich Zeit für jede Note, er kann es sich leisten. Seine Töne berühren. Die Stahlsaiten tun ihr Übriges. Jeder Hammer-On und Pull-Off klingt doppelt prägnant; jedes Vibrato verflüchtigt sich erst nach längerem Verweilen: Der Charme des blanken Stahls wird nicht nur hörbar, er blitzt und bleibt. Und das ist jetzt doch ein Konzept.

Diese Rezension erschien auch auf Frank Beckers Musenblätter unter Der Charme des Stahls

Ulli Bögershausen - Crimson

Ulli Bögershausen Steelstring Gitarre

Label: Laika-Records

Titel:
01 Overture (Ulli Bögershausen) 1:53
02 Percussive Groove (Ulli Bögershausen) 3:47
03 Mistral (Reinhold Westerheide) 3:01
04 Manha do Carnaval (Louis Bonfa) 3:50
05 Llado’s House (Ulli Bögershausen) 4:17
06 Both Sides Now (Joni Mitchell) 3:57
07 Lakewood Song (Ulli Bögershausen) 3:27
08 Bernas (Ulli Bögershausen) 4:03
09 Waltz (Ulli Bögershausen) 3:00
10 Hit the Road Jack (Percy Mayfield) 3:09
11 Time after Time (Cindy Lauper) 3:45
12 Outro (Ulli Bögershausen) 2:17

Gesamtlänge 40:26 Minuten
Produzent: Peter Cronemeyer
Album Fotos und Design: Manfred Pollert

www.boegershausen.com

Iris Panknin Band … live

Appetit auf Live

Iris Panknin Band CDSeit 1996 macht Iris Panknin Musik. Jetzt hat die Band ihren ersten (!) Longplayer veröffentlicht. Ist es Mut oder Verzweiflung? Mut brauchte die Sängerin und ihre vier Mitstreiter sicherlich nicht dafür, eine CD zu veröffentlichen. Sie sind zu gut. Verzweiflung? Auch nicht, das wäre - gerade bei einem Live-Album mit langen Improvisationen - zu hören. „Wir sind eine Live-Band“, erklärte dazu Uwe Sandfort. „Die jetzige Besetzung spielt seit 2006 zusammen. Da wurde es Zeit, einige Stücke auf einer Live-CD zu veröffentlichen.“

Die Iris Panknin Band spielt Cover-Versionen. Natürlich nicht eins-zu-eins. Dass das simple Nachspielen eines Stückes diese fabelhaften Musiker nicht erfüllt, versteht sich von selbst. Sie drehen die Originale durch ihre eigene Mühle. Heraus kommt jazzig Hinreißendes, durchsetzt mit zartem Funk und beinahe beschwörender Barstimme. Sehr schönes Beispiel das „Use Me“ von Bill Withers. Während das Original durch einen markanten Rhythmus geprägt wird, kommt es auf dieser CD locker-flockig, funkig und beschwingt wie auf Engelsflügeln daher.

Und damit’s nicht zu seidig einheimelnd wird, hat Gitarrist Uwe Sandfort ja noch seinen Röhrensound in petto. Der ist allerdings für mich gewöhnungsbedürftig. Diesen Sound erzeuge der übersteuerte Kanal eines Mesa-Boogie-Verstärkers, verriet Sandfort. Da hören wir’s mal wieder: Sounds sind Geschmacksache. Vielleicht braucht Sandfort diesen Sound für das Sustain seiner Töne, vielleicht auch nur für die Lautstärke; jedenfalls rotzt für meine Ohren der verzerrte Klang (nicht das Spiel!) zwischen Stimme, Bass, Klavier und Schlagzeug umher wie ein ohne Kupplung betätigter Hebel eines Schaltgetriebes. So klingt leider der gut gespielte Blues „I Smell Trouble“ im Gegensatz zu Jonny Winters Version (1984) so, als könne sich die Band nicht zwischen Jazz und (Texas-)Blues entscheiden. Bei einer Band, die nahezu alles spielen kann, muss es vielleicht auch nicht so klingen, als habe die Band den Blues mit der Muttermilch der Südstaaten der USA aufgesogen. Gleichwohl: Schön wär’s ja.

Eine Offenbarung ist dagegen die Version der Band von Willie Dixons „Wang Dang Doodle“. Da zeigen die Musikanten nicht nur, was in ihnen steckt, sondern auch, was im Stück verborgen ist. Die Musiker nehmen sich zurück, Udo Kehlert streichelt sogar die Trommelfelle mit den Besen, Burkhard Heßler greift dezent, aber flink in die Orgeltasten, und heraus kommt eine auf die pure musikalische Qualität dieses Stückes eingedampfte Fassung, die wie ein mehrfach reduzierter Fond im Kochtopf aus purem Geschmack besteht. Macht Appetit auf mehr. Macht Appetit auf Iris Pankin Band - Live auf der Bühne.

Diese Rezension erschien auch auf Frank Beckers Musenblätter unter Appetit auf Live

Iris Panknin Band … Live

Matthias Bangert Bass, Kontrabass
Iris Panknin Gesang
Uwe Sandfort Gitarre
Udo Kehlert Drums
Burkhard Heßler Piano, Keyboards

Label: Iris Pankning Band
Produktion: Iris Pankning Band

Titel:

1. Use Me (Bill Withers) 5:09
2. Inner City Blues (Marvin Gaye) 6:59
3. Just the Two of Us (Bill Withers) 4:36
4. I Smell Trouble (Don Robey) 9:29
5. Wang Dang Doodle (Willie Dixon) 13:17

Gesamtzeit: 39:30

Album Fotos: Bastian Haumann

www.irispankninband.de

LEBENdIGITAL - LINDENBERGTRACKS

Kratzer auf der Legende

LindenbergCoverIch geb’s ja zu, der Übergang war ein wenig heftig. Gerade habe ich mir seit langem wieder mal Ry Cooders “Why don’t you try me” in der fantastischen Version von Nine Below Zero angehört. Und danach sofort die “LINDENBERGTRACKS” von LEBENdIGITAL in den CD-Player geschoben.

Der Schock konnte nicht größer sein.

Udo spricht “Baby, wenn ich down bin”. Das Original gehört, wie es der Zufall nun mal so will, zu meinen Lieblingsliedern von ihm. Weil es so authentisch nach Udo klingt: Leicht ironisch, schnodderig, traurig, fetzig, hin- und hergerissen zwischen Egoismus und Bedauern und doch so kompromisslos. “Wenn ich mal ins Schleudern komme, bist du da”, singt darin Udo. Und jeder, der schon mal ins Schleudern kommt, kann das saugute Gefühl nachempfinden, jemanden zu haben, der dann da ist.

Und jetzt, mein lieber Udo, sprichst du den Text zur Geräuschkulisse von LEBENdIGITAL! Na gut, warum nicht. Aber doch nicht so!!!!! Immer in der fast gleichen Modulation - nämlich ohne -, höchstens ein paar Pausen dazwischen, und das war’s schon. Von Authentizität kaum eine Spur.

Da komme ich ins Schleudern. Aber wie. Und jetzt ist niemand da - nicht Jochen Rausch, nicht Detlev Cremer, diese beiden LEBENdigen DIGITAListen, und auch nicht du, Udo -, der mich festhält. So schleudere ich denn weiter von Track zu Track und bleibe nirgendwo hängen. Trackmäßig, meine ich.

Udo! Bist du nicht der Großmeister der Panik und ihrer Bewältigung? Ich habe sie jetzt, die Panik.

Nicht, weil das Album schlecht gemacht ist. Im Gegenteil, hier waren Könner am Werk. Cremer und Rausch verstehen ihr Handwerk. Das weiß jeder, der sich intensiv mit ihrem Album “Fausertracks” beschäftigt hat. Aber Jörg Fauser hat niemals gesungen. Er war ein Literat, und als solcher spricht man. Das ist für eine digitale Musikuntermalung allemal geeignet. Die Pausen kann man digital dazwischenjonglieren. Jetzt spricht Udo seine digitalen Pausen selber. Und nicht nur deswegen halten seine neu gesprochenen Worte einem Vergleich mit seinem früheren (Sprech-)Gesang nicht stand. Bis auf die ersten 35 Sekunden der “Sternenreise”. Aber danach höre ich die digitalen Englein singen, und das Ganze driftet rechtzeitig zur Weihnachtszeit ab in die Kommerz-Kitsch-Kiste.

Auch die Grooves der LINDENBERGTRACKS gefielen mir, wüsste ich nicht, dass Udo dazu spricht. Mit so einem instrumentalem Chillout-Gedudel - einen Mai Tai in der Hand - lasse ich mich gerne einlullen. “Bis ans Ende dieser Welt” schrappt zwar haarscharf am Schlager vorbei, aber nach drei Mai Tai ist das auch egal.

Udo Lindenbergs “Koddderschnauze” kommt im LEBENdIGITAL (diese Schreibweise bringt mich noch mal um) nicht rüber. Warum? Mir fehlt der Rock ‘n Roll dabei. Anscheinend bin ich durch jahrzehntelange Panik-Musik fürs digitale Remixe versaut worden. Und ich möchte auch jetzt am liebsten zum Schluss des digitalen “Nichts haut einen Seemann um” bei der Zeile “und nun singt er sein Lied in den stürmischen Wind” meine 72er Les Paul Custom schnappen, den Marshall-Verstärker anwerfen und dazwischenbrettern.

Wer weiß, vielleicht hätte mir das Album, hätte ich von Udo Lindenberg noch nie etwas gehört, richtig gut gefallen. Es mag manchem jungen Jünger des digitalen Zeitalters runtergehen wie goldig-flüssiger HTML-Code, durchsetzt mit raffiniertem JavaScript.

“Immer schön open sein”, wird Udo auf dem Album zitiert. “Und nur nicht die eigene Legende verwalten.” Da hat er Recht.

Aber muss er dann gleich an seiner Legende digital herumkratzen?

Diese Rezension erschien auch auf Frank Beckers Musenblätter unter Kratzer auf der Legende

LEBENdIGITAL - LINDENBERGTRACKS

Udo Lindenberg: Stimme
Detlev Cremer: Gitarren, Bässe, Sounds
Jochen Rausch: Electronics
Gastmusiker

Label: Random House Audio

Titel:
1. Baby, wenn ich down bin 4:13
2. Mädchen aus Ostberlin 4:47
3. Meer der Träume 5:07
4. Ich lieb’ dich überhaupt nicht mehr 4:19
5. Stars die niemals untergehn 5:10
6. Nichts haut einen Seemann um 4:44
7. Niemandsland 6:03
8. Bis ans Ende dieser Welt 4:50
9. In den tiefen dunklen Gängen der Vergangenheit 4:45
10. Sternenreise 3:48
Gesamtzeit: 49:11

Album Fotos: Tine Acker, Thomas Hendrich

www.udolindenberg.de|www.lebendigital.de|www.jochenrausch.com

Ehringhausen swingt wieder

Die Swing-Fans können’s kaum erwarten: Die 12. Veranstaltung der Konzertreihe “Swinging Ehringhausen” findet am Freitag, 17. Oktober, im BAB Hotel Remscheid statt.
VEngelbert Wrobeleranstalter Peter Bornemann hat “Engelbert Wrobel’s Swing 4″ verpflichtet. Das verspricht wieder einmal “Swing at its best”. Engelbert Wrobel (cl/sax) wird begleitet von Rolf Marx (g), Henning Gailing (b) und von Dan Barrett (tb/co) aus den USA. Dan Barrett hat mit allen Größen des Jazz gespielt und war Mitglied des letzten Benny Goodman Orchesters.
Das Konzert in Remscheid ist die einzige Veranstaltung der Band in Deutschland auf ihrer im Oktober beginnenden Tournee. Hier gibt’s einen Live-Auftritt von Engelbert Wrobel’s Swing Society zu sehen. Sie spielen “Lady Be Good” im Remscheider Schützenhaus: www.youtube.com/watch?v=4-6FcBHXRr8
Peter Bornemann hat es immer wieder geschafft, Top-Jazzmusiker internationaler Reputation nach Remscheid zu holen. Die Liste liest sich wie das “who’s who” der deutschen sowie europäischen Jazzszene: Engelbert Wrobel, Bernd Lhotzky, Frank Roberscheuten, Olaf Polziehn, Antti Sarpila, Rossano Sportiello, Chris Hopkins, Martin Breinschmid. Begleitet wurden sie von vielen US Stars, darunter Shaunette Hildabrand, Duke Heitger, Dan Barrett und Scott Hamilton.
Diese regelmäßige Präsentation von Top-Jazzmusikern internationaler Reputation ist in Remscheid einzigartig.
Das Konzert beginnt um 19.30 Uhr. Karten zu € 19,00 sind erhältlich im BAB Hotel und beim Veranstalter Peter Bornemann, Tel. 02191-349833 - E-Mail pbornemann@freenet.de. Foto: Engelbert Wrobel.