Schottischer Whisky von weich bis rauchig

In in der Remscheider Loge „Zur Stadt auf dem Berge“ fand zum fünften Mal ein Whisky-Tasting statt.

In Schottland gibt es über 100 Whisky-Brennereien. Die Anzahl ihrer unterschiedlichen Whiskys scheint unbegrenzt zu sein. Eine gute Idee also des Whisky-Kenners Lutz Rothstein, in seinem fünften Tasting in der Remscheider Loge „Zur Stadt auf dem Berge“ zwei ausgesuchte schottische Destillerien vorzustellen: „Glencadam“ in den Highlands und „Tomintoul“ aus der Region entlang des Flusses Spey, der Speyside. Beide Brennereien gehören dem Unternehmer Angus Dundee. Man sagt Brennereien nach, dass ihre Erzeugnisse auch von ihrer Umgebung geprägt werden.

Wen wundert‘s. Rothstein stellte sechs verschiedene Whiskys vor, die unterschiedlicher nicht sein konnten. Grob geordnet nach „Cast“ (Fass, in dem der Whisky reift) und „Age“ (Alter des Whiskys):

Glencadam 10 Jahre 46 % vol, Tomintoul Port Wood 15 Jahre 46 % vol, Glencadam 14 Jahre Oloroso Sherry Finish 46 % vol, Tomintoul 16 Jahre 40 % vol, Glencadam 21 Jahre 46% vol, Tomintoul Peaty Tang 40 % vol.

Welcher DSC 0192-kleinWhisky war der beste?

Das war natürlich Geschmackssache. 40 Probierer – darunter eine Frau – besahen den Whisky im Licht, tauchten die Nase tief ins Glas und ließen den Whisky schließlich ausgiebig auf der Zunge rollen. Die festgestellten Eigenschaften reichten von erdig, rauchig, über grasig und sanft zu blumig, fruchtig, zarter Süße und schokoladig. Der Phantasie waren offensichtlich keine Grenzen gesetzt. Kein Wunder: Letztendlich sorgt Holz – Fassholz – dafür, wie und wonach Whisky schmeckt. Brombeeren, Erdbeeren wurden bemüht, würzige Eiche, kräftige Kräuter und sahniges Karamell kamen zum Zuge.

„Betörend“, sagte jemand und viele bestätigten. Bereits nach dem zweiten Glas hatte der Whisky alle im Griff. Wohlfühlstimmung machte sich breit. Der Ernst des Lebens blieb vor der Tür. Und sicherlich fand jeder „seinen“ Whisky, den er demnächst in gemütlichen, heimischen Gefilden im (Nosing-)Glas schaukeln wird. Mein Liebling – und ich war hierbei nicht der einzige – war der Tomintoul Port Wood 15 Jahre. Nix für stürmisches Schottlandwetter, mehr für heimelige Schmusestunden. Wer allerdings die rauen Nordmänner an schottischer Küste landen sehen will, der begrüßt sie mit urigem Vergnügen mit einem Schluck des torfigen Tomintoul Peaty Tang.

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