Whisky weckt die Zunge und wärmt die Kehle

Nach wie vor ein Highligt der Remscheider Loge „Zur Stadt auf dem Berge“: das Whisky Tasting

Auch das vierte Whisky-Tasting der Remscheider Loge „Zur Stadt auf dem Berge“ passte zu Remscheid, der „Seestadt auf dem Berge“, wie das Nosing-Glas zum edlen schottischen Tropfen: Der Charakter der schottischen Küsten- und Insel-Whiskys sollte gerochen, geschmeckt und probiert werden. Bereits beim Anblick der sechs verführerisch funkelnden Whiskys in ihren wie zum Stelldichein herausgeputzten Flaschen schlugen nicht nur die genießerischen Herzen der Kenner Purzelbäume. Auch die gespannten Erwartungen der Whisky-Neueinsteiger war ihnen an der Nosing-Spitze anzusehen.
DSC 0005-kleinLutz Rothstein, Tasting-Moderator und ausgezeichneter Kenner der Szene, hatte zusammen mit Tasting-Organisator Adrian Pütz eine respektable Mischung guter schottischer Malt Whiskys zusammengestellt: Scapa Skiren 40% vol., Old Pulteney Noss Head Lighthouse 46% vol., Clynelish Distillers Edition 46% vol., Glenmorangie Signet 46% vol., Ledaig 10 Jahre 46,3% vol. und Ardbeg Uigedail 54,2% vol. Die Preise per Flaschen lagen zwischen 40 Euro und 140 Euro. Wie bereits in den vergangenen Jahren sollte der edle Trunk einem guten Zweck (2015: 700 Euro für Kindergärten) zugute kommen.
Von Anfang an lag gelöste Heiterkeit in der Luft, die sich nach jeder Probe dezent, aber zwangsläufig steigerte. Der Geschmack wechselte von vorherrschender Holznote über Vanille- und Honig-Aroma bis zur kräftigen, „herrlich ehrlichen“ (ein Tester) torfigen Gaumenfreude. Alle Befragten äußerten sich durchweg angetan von Rothsteins fundierten Erläuterungen über die präzisen Merkmale spezieller Destillerien der schottischen Küstenlandschaft. Logenmitglied Klaus-Dieter Kenzler – zum vierten Mal dabei – genoss den „Beigeschmack der weichen Whiskys zu den vorbildlichen Vorträgen“, Eckkhard Utikal schätzte „die rauchige Note des Old Pulteney“ und Adrian Pütz‘ Versprechen, eine „zunehmende Steigerung auf der Tonleiter zum Herzen des Whiskys mitzuerleben“ traf voll ins Torfschwarze.
Die einzige Frau unter den Gästen, eine ungenannt bleiben wollende Schöne, outete sich freizügig als „Probiererin, die sich vielleicht mal eine Flasche kauft“. Am Ende wusste der Rest: „Die Zeit bis zum nächsten Tasting in 2017 wird lange dauern.“

2 Kommentare


  1. Sehr einlandend, geradezu verführerisch geschrieben. Da wäre ich gerne dabei gewesen. Ach, die leckeren Tropfen … 🙂
    Viele Grüße aus Norwegen!

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  2. Vielen Dank für den Artikel. Ich denke Sie haben die Atmosphäre hervorragend wiedergegeben. Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr und beginnen sogleich mit den Vorbereitungen.

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