“Gute Stimmung – alles klar”

Stimmung wie zur Herbstkirmes-Matinee auf der Wermelskirchener Musiktour 2014.

Der Plan zur 7. Wermelskirchener Musik-Tour: Überall mal schauen und dort bleiben, wo es am schönsten ist. Punkt 20 Uhr geht’s los. Auf nach Dabringhausen. Oh Schreck: schon jetzt Parkplatz knapp. Und hier bereits erkennbar: Die „frische“ Luft ist drinnen, draußen vor der Türe knubbeln sich die Raucher. Der nächste Trend: Die Leute wollen essen und dabei Musik hören. Alle Plätze belegt. Pech für die, die nur Musik genießen wollen. Sie blockieren die herumwuselnden Kellner(innen) und die Sicht der speisenden Gäste. So auch in der „Ecke“. „Still Got the Blues“ dudelt E-Gitarrist Müllenschläder zum Teilplayback; dazu Miriam Brackelsbergs schöne Stimme. Noch ein Trend: Musik mit Unterstützung aus der Konserve ist reichlich vorhanden. Nicht so in Markt 57. Die Band Anderswelt lässt es mit „Pinball Wizard“ krachen. Der Kampf durchs Gedränge an der Theke bis hin zur Band ist mühsam.
Live-Musik-Tour 2014 in Wermelskirchen04-Wood´n Wire Band-verkleinertAlso dann: um 20:50 Uhr auf zum Eifgen. Hier ist (noch) ein Durchkommen. Die Cover-Band „Mr.B.Fetch“ ist laut und gut. Cover von ZZ Top und U2 wirken. Kerstin aus Wermelskirchen steht ganz vorne. Ihr gefällt nicht nur die Band: „Ich finde die Idee der Musik-Tour sehr gut – bei vielen unterschiedlichen Events kommt jeder auf seinen Geschmack.“ Sie hat bereits beschlossen, den Abend hier zu verbringen. Derweil wartet Eifgen-Chef Daniel Rößler auf noch mehr Gäste. „Die meisten kommen, wenn sie sich in der Stadt sattgehört haben“, sagt er. Und schon hält der erste Tour-Shuttle-Bus und speit die Leute aus. Darunter Felix, Sören und Rafael. „Ohne Bus wären wir nicht hier“, sagen sie. Und was erwarten sie im Eifgen? „Die gute Band des letzten Jahres und die beste Kellnerin in Wermelskirchen.“ Viel Spaß, Jungs!
Weiter geht’s zur Katt. Ins Bistro kein Durchkommen – Leute über Leute. In der kleinen Halle spielen die Brasshoppers erfrischenden Big-Band-Funk mit „Central Park North“. Hier gibt’s nocLive-Musik-Tour 2014 in Wermelskirchen-Sweet Chili-verkleinerth einige Stehplätze. Gerne länger geblieben, aber die Bratwurst von Hardy und Wim lockt. „Das ist Wurst mit Musik“, sagen die beiden und liefern einen Klatsch Zwiebeln dazu. Hierbleiben? Nein, auf den Geschmack gekommen. Im JuCa starten „warumLila?“ ihren Pop-Punk. „Ist das Musik für deine Ohren?“, schrillt’s aus den Boxen. „Nee“, sagen die Älteren. Im „Pepe Nero“ ist es ruhiger, dafür Speise-Atmosphäre. Holger Brinkmann und Joachim Heinemann spielen fantastischen Blues. Leider kein Tisch frei; herumstehen nervt alle. So gibt’s nur einen kurzen Einblick mit allen Sinnen: Knoblauch-Blues. Mittlerweile 22:30 Uhr. Im Zelt neben der „Trattoria Capriccio“ klingt Livemusik aus Napoli und Kalabrien. Inhaberin Severina Miglietta und ihr Mann wünschen sich die Tour im Sommer. Aber: „JeLive-Musik-Tour 2014 in Wermelskirchen-Next Blues Generation-verkleinerttzt ist auch gut! Nicht-e wegen Geld-e, wegen Spaß-e.“ Direkt gegenüber Riesengedränge vor und im Bierhahn. Eintritt erkämpft und belohnt von Dusty Owen mit Travis Tritts „I Don`t Love You Anymore“. Etwas fürs Gemüt.
Der Rest im Schnelldurchgang: Am Bahnhof draußen und drinnen alles dicht; im Bitburger Hof lustige Mitsing-Kumpanei, draußen Heckenpinkler; vor der Gaststätte „Keil“ Leute bis zur Mitte der Straße – Autos fahren Schritt; im Centro Espanol dichter Tanzschwof zu „Besame Mucho“; im vollen Restaurant „Dimitra“ Michael-Jackson-Kopie mit Moonwalk-Tanz; im noch volleren Balkan „gute Stimmung, alles klar“ (Kellner) mit Tanz und kölschen Liedern; vor Centrale Kirmes-Matinee; im Treffpunkt Hoffnung Ausklang-Blues; ins Alte Brauhaus nur rein, wenn einer raus; im Bistro an der Eich singen Alt und Jung zusammen und in der Gaststätte Höller hat jeder eine Zwiebel auf dem Kopf, weil er ein Döner ist. Jetzt 24 Uhr. Fix und alle, aber schön war es doch.

Die Fotos zeigen: Wood´n Wire Band, Sweet Chili, Next Blues Generation. Alle Fotos: Jürgen Moll. Dieser Text erschien ähnlich in der Bergischen Morgenpost.

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