Lustig, launig, locker

Thorsten Hamer zeigte dem Berliner Salon „Ikasia“ in Wermelskirchen hautnah, wie sein Leo-Theater funktioniert. Der Berliner Salon geriet ganz aus dem Häuschen.

Was für ein Theater! Dieser Ausruf passt wie die Faust aufs Auge zu Thorsten Hamer: Er kann sich damit sehen lassen. Der Schauspieler, Regisseur und Intendant des Wuppertaler Leo-Theaters war zu Gast in Monika Händelers „Berliner Salon IKASIA“. Hamer erzählte aus seinem (Theater-)Leben und warf zusammen mit den knapp 30 an Kunst und Kultur interessierten Besuchern einen Blick hinter die Kulissen seines ohne Zuschüsse lebenden Leo-Theaters: von der Planung des Jahresprogramms bis zur Inszenierung, von der Freude über die gelungene Premiere bis zu den Sorgen bei Ebbe in der Kasse.

Thorsten Hamers Baby

Salon Thorsten Hamer 1.3Hamer ist untrennbar mit dem Leo-Theater verbunden – es ist sein Baby. Er prägt es in allen Schattierungen. Und das tut dem Theater gut und ihm auch. Er ist ein Schelm. Kein Wunder, brilliert er doch seit einigen Jahren in seiner Paraderolle des Heinz Erhardt „Noch ´n Gedicht“. Einer der Renner des Leo-Theaters, versteht sich. Klar, dass Erhards Komödie „Willi Winzig“ auch dazugehört. Zu den anderen Kassenmagneten zählen „Taxi, Taxi“ und „Allein in der Sauna“. Sein Konzept „Theater zum Anfassen“ demonstrierte er dem Berliner Salon in kleinen Szenen und Gedichten – häufig unvermittelt. Er mutierte mir nichts, dir nichts vom Hamer zum Erhardt und vom Erzähler zum Schauspieler. Händelers Gäste reagierten zunächst überrascht, dann fasziniert, schließlich laut lachend und am Ende mit heftigem Beifall.
Ohne Zweifel: Einen solchen lustigen Abend hatte der Berliner Salon noch nicht erlebt! Durften und sollten doch auch alle mitmachen. Und die Leute ließen sich nicht lumpen. Heinz Erhardts Gedicht „Die Made“ – dieses putzige Krabbeltierchen steht zusammen mit Loriots „Steinlaus“ auf dem Olymp der fingierten Künstler-Kreaturen – entwickelte sich zur humoristischen Performance: Die Leute ergänzten als „Ikasia-Chor“ die (richtigen) Endreime des mit der Made betitelten Gedichtes.
http://www.leo-theater.de
[Foto: Monika Händeler]

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2 Kommentare


  1. Der Bericht Lustig, launig, locker war spitze. Es hat richtig Freude gemacht, diesen Text zu lesen.
    Genauso habe ich es auch gesehen.

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  2. Lieber Bernd,
    mit der Beschreibung unseres Salonabends mit Thorsten Hamer hast Du voll ins Schwarze getroffen. Sehr treffend und mit spürbarer Begeisterung kann man Deinen Eindruck von diesem Abend sehr gut nachvollziehen.
    So wie bei der Erwähnung des Salons mit dem Maler Jan Bresinski, einschl. zweier seiner Bilder, gibst Du Thorsten Hamer und dem Leo-Theater und nicht zuletzt auch dem Salon eine besondere Würdigkeit auf Deiner Homepage.
    Gekonnt ist eben gekonnt und es würde uns etwas fehlen, gehörtest Du nicht dazu.
    Vielen Dank dafür!
    Hans Walter + Monika

    Antworten

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